«Das Projekt hat mir sehr viel Spass gemacht, und das Resultat war ja dann auch sehr beeindruckend. Die Schulklasse war sagenhaft! Auch die Auf- führung der Kleinen hat mich sehr berührt. Die Konzentration und Disziplin mit der sie ihre anspruchsvolle Aufgabe gemeistert haben, aber vor allem auch das musikalische Niveau der Aufführung – grossartig! Solche Projekte sind es, die mir immer wieder deutlich und unmittelbar vor Augen führen, dass unser Tun Sinn hat!

Hansjürgen Wäldele, Oboist

Windrose

kammerorchesterbasel, Voltahalle

Schülerinnen und Schüler der Orientierungsschule Insel, Basel und des Gymnasiums Muttenz.
Irena Müller-Brozovic, Leitung
Parwin Hadinia, Choreographie
Hans Georg Hofmann, Dramaturgie
Alexander Liebreich, Musikalische Leitung

Wie klingt «Osten»? Schülerinnen und Schülern wurde im Projekt «Windrose» ein zeitgenössisches Musikwerk unter aktiver Beteiligung vermittelt – eine interkulturelle Standortbestimmung durch Musik.
Elfjährige der Orientierungsschule Insel gingen mit Mikrofonen von ihrem Schulhaus in Richtung Osten auf Klangpirsch, improvisierten zu ihren «Ost»- Bildern, liessen sich von Motiven aus Kagels Osten inspirieren und komponierten mit Musikern des Orchesters und der Musikvermittlerin Irena Müller-Brozovic eine Hommage an Kagels Werk. Siebzehnjährige Gymnasiasten aus Muttenz liessen sich vom Wind treiben und setzten ihre Assoziationen zu Südosten mit Stimme und Bewegung um. Unterstützt wurden sie dabei von der schweizerisch-iranischen Choreographin Parwin Hadinia.
Die Schülerperformances und das Konzert mit dem kammerorchesterbasel wurden unter Leitung des Dirigenten Alexander Liebreich und nach einer Idee des Musikdramaturgen Hans-Georg Hofmann zusammengesetzt und ineinander verwoben, was eine ganz besondere, neue und ansprechende Qualität schuf.

Das Projekt «Windrose» erhielt 2007 den «Junge Ohren Preis». «Sowohl der hohe Vermittlungsanspruch als auch Ihre künstlerische Haltung, die Musikvermittlung als eigene Kunstform auffasst sowie die intensive und authentische Beteiligung der Musiker haben uns dazu veranlasst, Ihr Projekt mit dem ersten Preis auszuzeichnen.»
Dr. Ingrid Allwardt, Geschäsführerin und Jurymitglied Netzwerk Junge Ohren, Berlin