WART SCHNELL

Warten ist etwas Lästiges, aber ein Mittel zum Zweck. Warten füllt Raum und Zeit zwischen dem Tun. Warten ist gewissermassen der Transitraum zwischen zwei Ereignissen, die wichtiger sind als das Warten selber. Das gilt aber nicht für alle: Wie sieht es aus, wenn das alltägliche einem endlosen Warten Platz macht, wenn Warten zur Haupttätigkeit wird?

Jugendliche Asylsuchende aus Basel erzählen gemeinsam mit Theater-KünstlerInnen vom Warten und ihrem Umgang damit. Sie setzen es choreographisch um und treiben es immer weiter bis zur Explosion, Implosion oder Resignation. Inspiriert von Textstellen aus «Warten auf Godot» rollen sie die Asyldebatte von einer künstlerischen Seite her auf.

Der Bühnenboden ist eine schwarze Tafel, auf dem die Jugendlichen im Verlauf des Abends Briefe, Wünsche, Notizen hinterlassen, Spuren, die doch nur flüchtige, wegwischbare Zeichen sind. Stühle werden zu Spielobjekten. Sie werden zu Partnern, Waffen, Landschaften, Brücken usw. Die Zeit wird so vertrieben. Die Perspektive auch?

ein Theaterprojekt mit Jugendlichen mit Flüchtlingserfahrung
im Vorstadttheater Basel
Sa, 16.6.2012 20h
So, 17.6.2012 18h
Mo, 18.6.2012 10:30h (Schulvorstellung)